Wildpflanzen-Lexikon

Pflanzen / Equisetaceae

Sumpf-Schachtelhalm

Equisetum palustre

Giftig

Enthält das Alkaloid Palustrin und das Enzym Thiaminase und ist vor allem für Weidetiere gefährlich. Das Gift bleibt beim Trocknen erhalten. Darf nicht anstelle des Acker-Schachtelhalms für Tee gesammelt werden.

Entwurf: Dieser Eintrag ist noch nicht gegen die Quellen geprüft.

Sumpf-Schachtelhalm (Equisetum palustre)
Foto: Kristian Peters Fabelfroh, CC BY-SA 3.0, Wikimedia Commons

Verwechslung

Sumpf-Schachtelhalm oder Acker-Schachtelhalm?

Vergiftungsgefahr.

MerkmalSumpf-SchachtelhalmAcker-Schachtelhalm
Unterstes Seitenastgliedkürzer als die Stängelscheidelänger als die Stängelscheide
Standortnasse Sumpfwiesen und GräbenÄcker, trockenere Ruderalstellen

Prüfe jedes Merkmal, nicht nur eines, und sammle jedes Blatt einzeln. Im Zweifel stehen lassen.

Vergiftung

Vergiftungszeichen

  • Bei Weidetieren: Fressunlust, Durchfall, Abmagerung, Schwäche, Bewegungsstörungen bis Lähmungen (Vitamin-B1-Mangel)
  • Beim Menschen sind keine Vergiftungsfälle beschrieben; die Einstufung beruht auf den Tierdaten.

Bei Verdacht auf Vergiftung sofort den Giftnotruf anrufen:

Erkennen und finden

Seitenäste
Unterstes Glied jedes Seitenasts kürzer als die Scheide am Hauptstängel.
Stängel
Tief gefurcht, Scheiden mit breit weiss berandeten Zähnen.
Vorkommen
Wild
Standorte
Sumpfwiesen, Gräben, Flachmoore, nasse Böden
Höhenlage
Tieflagen, Bergstufe, Subalpin

Quellen