Pflanzen / Equisetaceae
Sumpf-Schachtelhalm
Equisetum palustre
Giftig
Enthält das Alkaloid Palustrin und das Enzym Thiaminase und ist vor allem für Weidetiere gefährlich. Das Gift bleibt beim Trocknen erhalten. Darf nicht anstelle des Acker-Schachtelhalms für Tee gesammelt werden.
Entwurf: Dieser Eintrag ist noch nicht gegen die Quellen geprüft.

Verwechslung
Sumpf-Schachtelhalm oder Acker-Schachtelhalm?
Vergiftungsgefahr.
| Merkmal | Sumpf-Schachtelhalm | Acker-Schachtelhalm |
|---|---|---|
| Unterstes Seitenastglied | kürzer als die Stängelscheide | länger als die Stängelscheide |
| Standort | nasse Sumpfwiesen und Gräben | Äcker, trockenere Ruderalstellen |
Prüfe jedes Merkmal, nicht nur eines, und sammle jedes Blatt einzeln. Im Zweifel stehen lassen.
Vergiftung
Vergiftungszeichen
- Bei Weidetieren: Fressunlust, Durchfall, Abmagerung, Schwäche, Bewegungsstörungen bis Lähmungen (Vitamin-B1-Mangel)
- Beim Menschen sind keine Vergiftungsfälle beschrieben; die Einstufung beruht auf den Tierdaten.
Bei Verdacht auf Vergiftung sofort den Giftnotruf anrufen:
- Schweiz: Tox Info Suisse, 145
- Österreich: Vergiftungsinformationszentrale, +43 1 406 43 43
- Deutschland: Giftnotruf des Bundeslandes, z. B. Berlin 030 19240, München 089 19240 (alle Giftinformationszentren beim BfR)
- Bei Bewusstlosigkeit, Atemnot oder Krampfanfall: Notruf 112 (in der Schweiz auch 144)
Erkennen und finden
- Seitenäste
- Unterstes Glied jedes Seitenasts kürzer als die Scheide am Hauptstängel.
- Stängel
- Tief gefurcht, Scheiden mit breit weiss berandeten Zähnen.
- Vorkommen
- Wild
- Standorte
- Sumpfwiesen, Gräben, Flachmoore, nasse Böden
- Höhenlage
- Tieflagen, Bergstufe, Subalpin