Wildpflanzen-Lexikon

Pflanzen / Brassicaceae

Knoblauchsrauke

Alliaria petiolata

Auch: Lauchhederich, Knoblauchhederich

Zweijähriger Kreuzblütler an Waldrändern, Hecken und in halbschattigen Gärten. Zerriebene Blätter riechen nach Knoblauch, der Geschmack erinnert an Senf und Lauch. Die Rosetten halten sich im milden Winter grün und sind ein früher Würzzusatz.

Entwurf: Dieser Eintrag ist noch nicht gegen die Quellen geprüft.

Knoblauchsrauke (Alliaria petiolata)
Foto: O. Pichard, CC BY-SA 3.0, Wikimedia Commons

Verwechslung

Knoblauchsrauke oder Gundermann?

MerkmalKnoblauchsraukeGundermann
Geruchknoblauchartig, scharfwürzig-minzig
Blattstellungwechselständiggegenständig
Stängelrund, aufrechtvierkantig, kriechend und an den Knoten wurzelnd
Blüteweisse Kreuzblüten mit vier Kronblättern in Traubenblauviolette Lippenblüten in den Blattachseln

Erntezeit

Ring 1: Blätter
März, April, Mai, September, Oktober
Ring 2: Samen
Juni, Juli

Ringe von aussen nach innen in der Reihenfolge der Liste. In tieferen Lagen früher, in den Bergen später.

In der Küche

BlätterErnte Mär–Mai, Sep–Okt

  • Roh: Fein geschnitten in Salat, Quark, Kräuterbutter oder auf Brot.
  • Pesto: Mit Öl, Nüssen und Hartkäse pürieren; mit Öl bedeckt kühl lagern.
  • Gekocht: Erst am Schluss in Suppen oder Saucen geben; Hitze verändert das Aroma stark.

Wie bei anderen Kreuzblütlern können grosse Mengen den Magen reizen.

Vor allem junge Blätter enthalten geringe Mengen blausäurebildender Stoffe; als Würzkraut in üblichen Mengen unbedenklich, aber nicht als Hauptgemüse in grossen Mengen roh essen.

Junge Blätter und Rosetten vor der Blüte sind mild; später wird die Pflanze bitter und scharf.

Zur Blütezeit nur noch einzelne zarte Triebspitzen verwenden.

SamenErnte Jun–Jul

  • Getrocknet: Reife Samen aus den Schoten streifen und als scharfes, senfartiges Gewürz sparsam über Gerichte streuen.

Sicherheit

Nebenwirkungen

  • In grossen Mengen Magen-Darm-Reizung möglich.

Erkennen und finden

Geruch
Zerriebene Blätter und Stängel riechen deutlich nach Knoblauch; im Gegensatz zu Bärlauch wirkt der Geruch eher scharf und kohlartig.
Blatt
Wechselständig; untere Blätter nierenförmig bis herzförmig, grob gekerbt, lang gestielt, obere Blätter dreieckig-herzförmig und kürzer gestielt. Beim Zerreiben knoblauchartig.
Blüte
Kleine weisse Blüten mit vier Kronblättern in kurzen Trauben, die sich beim Fruchten stark verlängern.
Frucht
Lange, schmale, vierkantige Schoten (3–7 cm), aufrecht abstehend.
Vorkommen
Wild
Standorte
Waldränder, Hecken, Gebüsche, halbschattige Gärten, Ruderalstellen
Höhenlage
Tieflagen, Bergstufe
Blüte
Apr–Jun
Schutz und Sammeln
Nicht geschützt.

Quellen