Wildpflanzen-Lexikon

Pflanzen / Ranunculaceae

Buschwindröschen

Anemone nemorosa

Auch: Weisses Windröschen, Hexenblume

Giftig

Frühblüher lichter Laubwälder, der im März bis Mai ganze Teppiche aus weissen Sternen bildet. Alle Teile enthalten Protoanemonin und sind giftig; der frische Saft reizt Haut und Schleimhäute. Die Pflanze wächst am selben Standort und zur selben Zeit wie das essbare Scharbockskraut und wird im Blattstadium mit ihm verwechselt.

Entwurf: Dieser Eintrag ist noch nicht gegen die Quellen geprüft.

Buschwindröschen (Anemone nemorosa)
Foto: W. Bulach, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons

Verwechslung

Buschwindröschen oder Scharbockskraut?

Vergiftungsgefahr.

Scharbockskraut und Buschwindröschen im Vergleich Scharbockskraut Ficaria verna 1 2 3 1 Ungeteilt, herz- bis nierenförmig, glänzend, oft hell gefleckt 2 Gelb, sternförmig, 8–12 schmale Blütenblätter 3 Kein Quirl, Blätter am Boden; niederliegend, 5–15 cm, Wurzelknöllchen Buschwindröschen Anemone nemorosa 1 2 3 1 Dreiteilig, handförmig tief eingeschnitten, gesägt, an langen Stielen 2 Weiss, sechs- bis achtteilig, einzeln 3 Drei Blätter im Quirl unter der Blüte; aufrecht, 10–25 cm, waagrechter Wurzelstock
MerkmalBuschwindröschenScharbockskraut
Blattdreiteilig, handförmig tief eingeschnitten, gesägt, an langen Stielenungeteilt, herz- bis nierenförmig, glänzend, oft hell gefleckt
Blüteweisse, sechs- bis achtteilige Blüte, einzelnglänzend gelbe, sternförmige Blüte mit 8–12 schmalen Blütenblättern
Blattquirldrei Blätter in einem Quirl unterhalb der Blütekein Quirl, die Blätter stehen am Boden
Wuchsaufrecht, 10–25 cm, aus waagrechtem Wurzelstockniederliegend, 5–15 cm, mit Wurzelknöllchen

Prüfe jedes Merkmal, nicht nur eines, und sammle jedes Blatt einzeln. Im Zweifel stehen lassen.

Vergiftung

Vergiftungszeichen

  • Frischer Pflanzensaft auf der Haut verursacht Rötung und Blasenbildung
  • Nach dem Verschlucken Reizung von Mund und Rachen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall
  • In schweren Fällen Schwindel, Krämpfe und Kreislaufbeschwerden

Kinder

  • Pflanze nicht in den Mund nehmen lassen. Bei Verdacht auf Verzehr den Giftnotruf anrufen oder den Notruf (112, in der Schweiz 144) wählen.

Bei Verdacht auf Vergiftung sofort den Giftnotruf anrufen:

Erkennen und finden

Wuchs
Zarte Staude, 10–25 cm hoch, die aus einem waagrecht kriechenden, dunklen Wurzelstock Bestände bildet.
Blatt
Dreiteilig, die Abschnitte sind tief eingeschnitten bis gelappt und gesägt; sie sitzen an einem Quirl von drei Blättern unterhalb der Blüte. Das grundständige Blatt erscheint erst nach der Blüte.
Blüte
Einzelne Blüte, 2–4 cm breit, mit meist sechs bis acht weissen, aussen oft rötlichen Blütenhüllblättern und vielen gelben Staubblättern; schliesst sich nachts und bei trübem Wetter.
Frucht
Kleine, behaarte Nüsschen in einem Köpfchen.
Vorkommen
Wild
Standorte
Laubwälder, Auenwälder, Gebüsche, Waldränder, frische Wiesen
Höhenlage
Tieflagen, Bergstufe, Subalpin
Blüte
Mär–Mai
Schutz und Sammeln
Nicht geschützt.

Quellen