Pflanzen / Asteraceae
Gänseblümchen
Bellis perennis
Auch: Massliebchen, Tausendschön
Kleines, ausdauerndes Rosettenkraut der Wiesen, Weiden und Rasen, das bei mildem Wetter fast das ganze Jahr blüht. Blüten und junge Blätter sind essbar und schmecken mild bis leicht herb-nussig. In der Volksheilkunde werden die Blüten als Tee bei Husten und frisch zerquetscht als Umschlag bei Prellungen verwendet; belegt ist das nicht.
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Erntezeit
- Ring 1: Blüten
- März, April, Mai, Juni, Juli, August, September, Oktober
- Ring 2: Blätter
- März, April, Mai, Juni, September, Oktober
Ringe von aussen nach innen in der Reihenfolge der Liste. In tieferen Lagen früher, in den Bergen später.
Als Heilpflanze
BlütenErnte Mär–Okt
Nur von Wiesen und Rasen ohne Dünger, Spritzmittel oder Hundespaziergänger sammeln. Die Blütenköpfe bei trockenem Wetter am Mittag pflücken, wenn sie weit geöffnet sind.
- HustenVolksheilkunde
Traditionell als Tee bei Husten; eine Wirkung ist nicht belegt.
- Tee (Aufguss): Getrocknete Blüten mit heissem Wasser übergiessen, zugedeckt etwa 10 Minuten ziehen lassen und abseihen.Dosierung: 1–2 Teelöffel getrocknete Blüten auf eine Tasse (etwa 150 ml), bis zu 3-mal täglich; wenn der Husten länger als eine Woche anhält, ärztlich abklären.
- Prellungen und VerstauchungenVolksheilkunde
Traditionell als Umschlag bei Prellungen; eine Wirkung ist nicht belegt.
- Umschlag (äusserlich): Frische Blüten und Blätter zerquetschen, auf die betroffene Stelle legen und mit einem Tuch fixieren; auf unverletzter Haut anwenden.
In der Küche
BlütenErnte Mär–Okt
- Roh: Blütenköpfe über Salat, Quark oder Desserts streuen oder als essbare Dekoration verwenden; sie schmecken mild und leicht herb.
- Getrocknet: Blütenköpfe an einem luftigen, schattigen Ort ausbreiten und trocknen, bis sie rascheln; dunkel und trocken aufbewahren.
BlätterErnte Mär–Jun, Sep–Okt
- Roh: Junge Blätter fein geschnitten in Salat, Kräuterquark oder auf Brot geben; sie schmecken leicht herb-nussig.
- Gekocht: Blätter kurz in Suppen oder Eintöpfen mitziehen lassen oder wie Spinat kurz dünsten.
Junge Blätter sind mild; ältere werden herber.
Sicherheit
Nebenwirkungen
- Bei Allergie gegen Korbblütler (z.B. Kamille, Arnika, Beifuss) sind Kreuzreaktionen möglich.
Schwangerschaft und Stillzeit
- Als Würze und Salatbeigabe in üblichen Mengen unbedenklich; für die medizinische Anwendung (Tee, Umschlag) liegen keine Daten vor, daher nicht empfohlen.
Kinder
- Als Nahrung in üblichen Mengen unbedenklich; für die medizinische Anwendung liegen keine Daten vor.
Erkennen und finden
- Wuchs
- Grundständige Rosette, 3–15 cm hoch; die Blütenstängel sind blattlos und tragen je einen einzelnen Blütenkopf.
- Blatt
- Spatelförmig bis verkehrt-eiförmig, 2–5 cm lang, am Rand stumpf gekerbt, leicht behaart, in der Rosette dem Boden anliegend.
- Blütenkopf
- Etwa 1,5–2,5 cm breit, mit weissen, oft rötlich überlaufenen Zungenblüten rund um eine gelbe Mitte aus Röhrenblüten; schliesst sich bei Nässe und am Abend.
- Vorkommen
- Wild
- Standorte
- Wiesen, Weiden, Rasen, Wegränder, Gärten
- Höhenlage
- Tieflagen, Bergstufe, Subalpin
- Blüte
- Mär–Okt
- Schutz und Sammeln
- Nicht geschützt.