Wildpflanzen-Lexikon

Pflanzen / Ranunculaceae

Sumpfdotterblume

Caltha palustris

Auch: Dotterblume, Sumpf-Dotterblume

Giftig

Kräftiges Hahnenfussgewächs der Nasswiesen, Bachufer und Gräben mit grossen, leuchtend gelben Blüten im Frühling. Die frische Pflanze enthält Protoanemonin, das Haut und Schleimhäute stark reizt. Sie ist nicht zum Verzehr geeignet, auch die Blütenknospen nicht, die gelegentlich als Kapernersatz beschrieben werden. Im Blattstadium wird sie mit Scharbockskraut verwechselt.

Entwurf: Dieser Eintrag ist noch nicht gegen die Quellen geprüft.

Sumpfdotterblume (Caltha palustris)
Foto: W. Bulach, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons

Verwechslung

Sumpfdotterblume oder Scharbockskraut?

Vergiftungsgefahr.

MerkmalSumpfdotterblumeScharbockskraut
Blattgross (5–15 cm), rundlich-nierenförmig, am Rand gekerbt, dunkelgrünklein (2–4 cm), herz- bis nierenförmig, glänzend, oft hell gefleckt
Blütebecherförmig, 5 grosse, rundliche gelbe Blütenblättersternförmig, 8–12 schmale, glänzend gelbe Blütenblätter
Wuchs15–50 cm, kräftig, mit hohlen Stängeln5–15 cm, niederliegend, mit Knöllchen
StandortNasswiesen, Bachufer, Sümpfe, Gräbenhumose Laubwälder, Hecken, frische Wiesen

Prüfe jedes Merkmal, nicht nur eines, und sammle jedes Blatt einzeln. Im Zweifel stehen lassen.

Vergiftung

Vergiftungszeichen

  • Brennen im Mund und Rachen, Speichelfluss
  • Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen und Durchfall
  • In schweren Fällen Schwindel und Krämpfe

Nebenwirkungen

  • Frischer Pflanzensaft kann auf der Haut Rötung und Blasen verursachen.

Kinder

  • Die frische Pflanze gilt als giftig. Bei Verdacht auf Verzehr den Giftnotruf anrufen.

Bei Verdacht auf Vergiftung sofort den Giftnotruf anrufen:

Erkennen und finden

Wuchs
Kräftige Staude, 15–50 cm hoch, mit dicken, hohlen Stängeln, die oft niederliegen und an den Knoten wurzeln.
Blatt
Grundblätter rundlich bis nierenförmig, 5–15 cm breit, am Rand gekerbt, glänzend dunkelgrün und lang gestielt; die Stängelblätter sind kleiner und kürzer gestielt.
Blüte
Becherförmig, 2–5 cm breit, mit meist fünf grossen, leuchtend gelben Blütenblättern (eigentlich Kelchblätter) und zahlreichen Staubblättern.
Vorkommen
Wild
Standorte
Nasswiesen, Bachufer, Gräben, Sümpfe, Quellfluren, Erlenbrüche
Höhenlage
Tieflagen, Bergstufe, Subalpin
Blüte
Mär–Jun
Schutz und Sammeln
Nicht geschützt.

Quellen