Pflanzen / Ranunculaceae
Sumpfdotterblume
Caltha palustris
Auch: Dotterblume, Sumpf-Dotterblume
Giftig
Kräftiges Hahnenfussgewächs der Nasswiesen, Bachufer und Gräben mit grossen, leuchtend gelben Blüten im Frühling. Die frische Pflanze enthält Protoanemonin, das Haut und Schleimhäute stark reizt. Sie ist nicht zum Verzehr geeignet, auch die Blütenknospen nicht, die gelegentlich als Kapernersatz beschrieben werden. Im Blattstadium wird sie mit Scharbockskraut verwechselt.
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Verwechslung
Sumpfdotterblume oder Scharbockskraut?
Vergiftungsgefahr.
| Merkmal | Sumpfdotterblume | Scharbockskraut |
|---|---|---|
| Blatt | gross (5–15 cm), rundlich-nierenförmig, am Rand gekerbt, dunkelgrün | klein (2–4 cm), herz- bis nierenförmig, glänzend, oft hell gefleckt |
| Blüte | becherförmig, 5 grosse, rundliche gelbe Blütenblätter | sternförmig, 8–12 schmale, glänzend gelbe Blütenblätter |
| Wuchs | 15–50 cm, kräftig, mit hohlen Stängeln | 5–15 cm, niederliegend, mit Knöllchen |
| Standort | Nasswiesen, Bachufer, Sümpfe, Gräben | humose Laubwälder, Hecken, frische Wiesen |
Prüfe jedes Merkmal, nicht nur eines, und sammle jedes Blatt einzeln. Im Zweifel stehen lassen.
Vergiftung
Vergiftungszeichen
- Brennen im Mund und Rachen, Speichelfluss
- Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen und Durchfall
- In schweren Fällen Schwindel und Krämpfe
Nebenwirkungen
- Frischer Pflanzensaft kann auf der Haut Rötung und Blasen verursachen.
Kinder
- Die frische Pflanze gilt als giftig. Bei Verdacht auf Verzehr den Giftnotruf anrufen.
Bei Verdacht auf Vergiftung sofort den Giftnotruf anrufen:
- Schweiz: Tox Info Suisse, 145
- Österreich: Vergiftungsinformationszentrale, +43 1 406 43 43
- Deutschland: Giftnotruf des Bundeslandes, z. B. Berlin 030 19240, München 089 19240 (alle Giftinformationszentren beim BfR)
- Bei Bewusstlosigkeit, Atemnot oder Krampfanfall: Notruf 112 (in der Schweiz auch 144)
Erkennen und finden
- Wuchs
- Kräftige Staude, 15–50 cm hoch, mit dicken, hohlen Stängeln, die oft niederliegen und an den Knoten wurzeln.
- Blatt
- Grundblätter rundlich bis nierenförmig, 5–15 cm breit, am Rand gekerbt, glänzend dunkelgrün und lang gestielt; die Stängelblätter sind kleiner und kürzer gestielt.
- Blüte
- Becherförmig, 2–5 cm breit, mit meist fünf grossen, leuchtend gelben Blütenblättern (eigentlich Kelchblätter) und zahlreichen Staubblättern.
- Vorkommen
- Wild
- Standorte
- Nasswiesen, Bachufer, Gräben, Sümpfe, Quellfluren, Erlenbrüche
- Höhenlage
- Tieflagen, Bergstufe, Subalpin
- Blüte
- Mär–Jun
- Schutz und Sammeln
- Nicht geschützt.