Wildpflanzen-Lexikon

Pflanzen / Asparagaceae

Maiglöckchen

Convallaria majalis

Sehr giftig

Alle Teile enthalten herzwirksame Glykoside. Wächst oft in direkter Nachbarschaft zu Bärlauch. Früher in der Herzmedizin verwendet, für Selbstbehandlung ungeeignet.

Entwurf: Dieser Eintrag ist noch nicht gegen die Quellen geprüft.

Maiglöckchen (Convallaria majalis)
Foto: Ivar Leidus, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons

Verwechslung

Maiglöckchen oder Bärlauch?

Lebensgefahr.

Bärlauch und Maiglöckchen im Vergleich Bärlauch Allium ursinum 1 2 3 1 Jedes Blatt an eigenem dünnem Stiel aus dem Boden 2 Blattunterseite matt 3 Weisse Sternblüten in Dolde (April–Juni) Geruch: deutlich nach Knoblauch Maiglöckchen Convallaria majalis 1 2 3 1 Meist zwei Blätter, die einen gemeinsamen Stängel umfassen 2 Blattunterseite glänzend 3 Weisse hängende Glöckchen an einer Traube (Mai–Juni) Geruch: geruchlos
MerkmalMaiglöckchenBärlauch
Geruchgeruchlosdeutlich nach Knoblauch
Blattansatzmeist zwei Blätter, die einen gemeinsamen Stängel umfassenjedes Blatt an eigenem dünnem Stiel aus dem Boden
Blattunterseiteglänzendmatt
Blüteweisse hängende Glöckchen an einer Traube (Mai–Juni)weisse Sternblüten in Dolde (April–Juni)

Prüfe jedes Merkmal, nicht nur eines, und sammle jedes Blatt einzeln. Im Zweifel stehen lassen.

Vergiftung

Vergiftungszeichen

  • Übelkeit, Erbrechen, Durchfall
  • Benommenheit
  • Herzrhythmusstörungen, vor allem verlangsamter Puls

Kinder

  • Beeren sind für Kinder verlockend. Schwere Vergiftungen sind selten, trotzdem bei jeder Einnahme den Giftnotruf anrufen.

Bei Verdacht auf Vergiftung sofort den Giftnotruf anrufen:

Erkennen und finden

Botanische Tafel von Convallaria majalis
Illustration: Franz Eugen Köhler, Köhler's Medizinal-Pflanzen, Public domain, Wikimedia Commons
Blatt
Meist zwei, selten drei Blätter, die einen gemeinsamen Stängel umfassen; Unterseite glänzend; geruchlos.
Blüte
Weisse, nickende Glöckchen, einseitswendig an einer Traube, stark duftend.
Frucht
Rote Beeren im Spätsommer.
Vorkommen
Wild
Standorte
lichte Laubwälder, Eichen- und Buchenwälder, Gebüsche
Höhenlage
Tieflagen, Bergstufe, Subalpin
Blüte
Mai–Jun
Schutz und Sammeln
In einzelnen Kantonen/Ländern teilweise geschützt.

Quellen