Pflanzen / Viburnaceae
Zwerg-Holunder
Sambucus ebulus
Auch: Attich, Attich
Giftig
Krautige Verwandte des Schwarzen Holunders mit ähnlichen schwarzen Beeren. Alle Teile sind giftig. Anders als beim Schwarzen Holunder ist nicht belegt, dass Kochen die Beeren sicher macht; nicht essen.
Entwurf: Dieser Eintrag ist noch nicht gegen die Quellen geprüft.

Verwechslung
Zwerg-Holunder oder Schwarzer Holunder?
Vergiftungsgefahr.
| Merkmal | Zwerg-Holunder | Schwarzer Holunder |
|---|---|---|
| Wuchs | krautig, im Winter abgestorben | verholzter Strauch oder Baum |
| Blüten-/Fruchtstand | aufrecht, Beeren an aufrechten Stielen | hängend, Beeren an roten Stielen |
| Geruch | unangenehm, Blüten mit purpurroten Staubbeuteln | angenehm süsslich (Blüte) |
| Blatt | 3 bis 4 Paare schmaler Teilblätter, am Blattgrund blattartige Nebenblätter | meist 2 bis 3 Paare breiterer Teilblätter, ohne auffällige Nebenblätter |
Prüfe jedes Merkmal, nicht nur eines, und sammle jedes Blatt einzeln. Im Zweifel stehen lassen.
Vergiftung
Vergiftungszeichen
- Übelkeit, Erbrechen, Durchfall
- Schwindel
- Nach grossen Mengen Atemnot, Herzrasen, Zittern, Krämpfe
Kinder
- Die schwarzen Beeren sind für Kinder verlockend. Tox Info Suisse zählt die Holunder-Arten zu den für Kinder ungeeigneten Pflanzen (Liste 2, selten schwere Vergiftungen). Bei Beschwerden oder grösseren Mengen den Giftnotruf anrufen.
Bei Verdacht auf Vergiftung sofort den Giftnotruf anrufen:
- Schweiz: Tox Info Suisse, 145
- Österreich: Vergiftungsinformationszentrale, +43 1 406 43 43
- Deutschland: Giftnotruf des Bundeslandes, z. B. Berlin 030 19240, München 089 19240 (alle Giftinformationszentren beim BfR)
- Bei Bewusstlosigkeit, Atemnot oder Krampfanfall: Notruf 112 (in der Schweiz auch 144)
Erkennen und finden
- Wuchs
- Krautige Staude bis 2 m, stirbt im Winter oberirdisch ab, bildet dichte Bestände.
- Blatt
- Gefiedert mit 3 bis 4 Paaren schmaler, lang zugespitzter Teilblätter; am Blattgrund blattartige Nebenblätter.
- Blüten-/Fruchtstand
- Aufrecht stehende Dolden, Blüten mit purpurroten Staubbeuteln.
- Geruch
- Unangenehm.
- Vorkommen
- Wild
- Standorte
- Waldschläge, Waldränder, Wegränder, Schuttplätze
- Höhenlage
- Tieflagen, Bergstufe
- Blüte
- Jun–Aug