Wildpflanzen-Lexikon

Pflanzen / Apiaceae

Schmalblättriger Merk

Berula erecta

Auch: Berle, Aufrechter Merk

Bis etwa 80 cm hoher Doldenblütler an Quellen, Bächen und Gräben mit klarem Wasser. Er gilt als leicht giftig und wird nicht als Speisepflanze empfohlen. Wichtig ist er als Verwechslungspartner: Er wächst an denselben Gewässern wie Brunnenkresse und der sehr giftige Wasserschierling.

Entwurf: Dieser Eintrag ist noch nicht gegen die Quellen geprüft.

Schmalblättriger Merk (Berula erecta)
Foto: Sdjurovic, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons

Verwechslungen

Schmalblättriger Merk oder Echte Brunnenkresse?

MerkmalSchmalblättriger MerkEchte Brunnenkresse
Blatteinfach gefiedert mit 3–21 gleichartigen, eiförmigen, grob gesägten Teilblättcheneinfach gefiedert, das Endblättchen ist deutlich grösser und rundlich, die seitlichen sind kleiner
Gerucharomatisch, nicht scharfscharf, nach Senf
Blütekleine weisse Doppeldoldenweisse Blüten mit vier Kronblättern in Trauben
Wuchsaufrechter oder liegender, rund gefurchter Stängel bis etwa 80 cmkriechend bis aufsteigend, mit hohlen, wurzelnden Stängeln

Schmalblättriger Merk oder Wasserschierling?

Lebensgefahr: Wasserschierling ist sehr giftig.

MerkmalSchmalblättriger MerkWasserschierling
Blatteinfach gefiedert mit 3–21 eiförmigen, ungleich grob gesägten Teilblättchenzwei- bis dreifach gefiedert, Teilblättchen schmal lanzettlich und scharf gesägt
Blütekleine Doppeldolden mit HüllblätternDoppeldolde mit 15–20 Strahlen, ohne Hüllblätter
Stängelrund, fein gefurcht, ohne knollige Verdickunghohl, am Grund knollig verdickt, Wurzelstock mit Luftkammern
Wuchsbis etwa 80 cm, oft liegend oder untergetauchtaufrecht bis 150 cm

Prüfe jedes Merkmal, nicht nur eines, und sammle jedes Blatt einzeln. Im Zweifel stehen lassen.

Sicherheit

Nebenwirkungen

  • Wurzeln und Früchte gelten als leicht giftig (Erbrechen, Durchfall); nicht als Speisepflanze verwenden.

Kinder

  • Nicht verzehren. Bei Verdacht auf Verzehr einer unbekannten Doldenblütlerart den Giftnotruf anrufen.

Bei Verdacht auf Vergiftung sofort den Giftnotruf anrufen:

Erkennen und finden

Botanische Tafel von Berula erecta
Illustration: Urheber laut Commons, Public domain, Wikimedia Commons
Wuchs
Ausdauernd, mit aufrechtem oder liegendem, rundem, fein gefurchtem Stängel bis etwa 80 cm; untergetauchte Pflanzen blühen nicht.
Blatt
Einfach gefiedert mit 3–21 eiförmigen bis länglichen Teilblättchen, die ungleich grob gesägt sind; beim Zerreiben aromatischer Geruch.
Blüte
Sehr kleine weisse Blüten in doppelten Dolden; Blütezeit Juli bis September.
Vorkommen
Wild
Standorte
Quellen, Bäche, Gräben, Ufer, Quellfluren
Höhenlage
Tieflagen, Bergstufe
Blüte
Jul–Sep
Schutz und Sammeln
Nicht geschützt.

Quellen