Pflanzen / Apiaceae
Meisterwurz
Peucedanum ostruthium
Auch: Meisterwurz, Astränze
Doldenblütler der Hochstaudenfluren in den Alpen. Die würzig-scharfe Wurzel ist ein Traditionsmittel der alpinen Volksmedizin und Gewürz in Käse und Schnaps.
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Verwechslung
Meisterwurz oder Gefleckter Schierling?
Lebensgefahr: Gefleckter Schierling ist sehr giftig.
| Merkmal | Meisterwurz | Gefleckter Schierling |
|---|---|---|
| Blatt | dreizählig mit breiten, gezähnten Abschnitten | drei- bis vierfach fein gefiedert, farnartig |
| Stängel | ohne Flecken | unten rot bis violett gefleckt |
| Dolde | bis etwa 50 Strahlen, Hüllblätter fehlend oder nur eines | 8–15 Strahlen, Hüllblätter zurückgeschlagen |
| Standort | Hochstaudenfluren und Bachufer in den Alpen (montan bis alpin) | Wegränder und Schutt in tieferen Lagen (kollin bis montan) |
Prüfe jedes Merkmal, nicht nur eines, und sammle jedes Blatt einzeln. Im Zweifel stehen lassen.
Erntezeit
- Ring 1: Wurzel
- September, Oktober
In tieferen Lagen früher, in den Bergen später.
Als Heilpflanze
WurzelErnte Sep–Okt
Im Herbst sind die Blätter oft schon verwelkt. Nur Wurzeln von Pflanzen graben, die vorher sicher an Blatt und Dolde bestimmt wurden.
- HustenVolksheilkunde
Schleimlösend.
- Tee (Abkochung): 1 TL zerkleinerte Wurzel 10 Minuten köcheln lassen.
- VerdauungsbeschwerdenVolksheilkunde
Verdauungsanregend.
- Tee (Abkochung): 1 TL zerkleinerte Wurzel 10 Minuten köcheln lassen.
In der Küche
WurzelErnte Sep–Okt
- Getrocknet: Sparsam als Gewürz, traditionell in Alpkäse und Kräuterschnaps.
Sicherheit
Nebenwirkungen
- Enthält Furocumarine (u.a. Imperatorin, Oxypeucedanin, Ostruthol). Saft der Wurzel auf der Haut und anschliessend Sonnenlicht kann Rötung und Blasen auslösen; beim Ausgraben und Schneiden Handschuhe tragen.
- Furocumarine werden auch über den Darm aufgenommen; während einer arzneilichen Anwendung starke Sonne und Solarium meiden.
Schwangerschaft und Stillzeit
- Nicht anwenden.
Kinder
- Arzneilich nicht anwenden, es fehlen Daten.
Erkennen und finden

- Blatt
- Gross, dreizählig mit breiten, gezähnten Abschnitten.
- Blüte
- Weisse bis rötliche flache Dolden.
- Wurzel
- Kräftiger, aromatisch riechender Wurzelstock.
- Vorkommen
- Wild
- Standorte
- Hochstaudenfluren, feuchte Bergwiesen, Bachufer in den Alpen
- Höhenlage
- 1000–2700 m
- Blüte
- Jun–Aug