Wildpflanzen-Lexikon

Pflanzen / Caprifoliaceae

Echter Baldrian

Valeriana officinalis

Auch: Katzenkraut, Balderian

Hohe Staude feuchter Standorte. Die Wurzel riecht getrocknet stark (Katzen lieben es) und wird bei Schlafstörungen und Unruhe verwendet.

Entwurf: Dieser Eintrag ist noch nicht gegen die Quellen geprüft.

Echter Baldrian (Valeriana officinalis)
Foto: Ivar Leidus, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons

Erntezeit

Ring 1: Wurzel
September, Oktober

In tieferen Lagen früher, in den Bergen später.

Als Heilpflanze

WurzelErnte Sep–Okt

Im Herbst ab dem zweiten Jahr ausgraben, waschen, zerkleinern, unter 40 °C trocknen. Wirkt nicht sofort; am besten 2–4 Wochen regelmässig. Wenn nach 2 Wochen keine Besserung, ärztlich abklären.

  • Schlafstörungen
    Klinisch belegt

    Beruhigend, schlaffördernd.

    • Fertigpräparat: Standardisierter Trockenextrakt; Wirkung baut sich über 2–4 Wochen auf.Dosierung: Laut Packungsbeilage, typisch 400–600 mg bis 3-mal täglich.
  • Nervöse Unruhe und Stress
    Traditionell anerkannt

    Beruhigend.

    • Tee (Aufguss): 0,3–3 g zerkleinerte Wurzel (bis 1 TL) mit 150 ml kochendem Wasser übergiessen, 10–15 Minuten zugedeckt ziehen lassen.Dosierung: Bei Unruhe bis 3 Tassen täglich; zum Einschlafen 1 Tasse 30–60 Minuten vor dem Zubettgehen. Höchstens 4 Tassen pro Tag.

Sicherheit

Nicht anwenden bei

  • Überempfindlichkeit gegen Baldrian.

Wechselwirkungen

  • Laut HMPC keine bekannt; trotzdem nicht ohne ärztlichen Rat mit anderen Beruhigungs- oder Schlafmitteln oder Alkohol kombinieren.

Nebenwirkungen

  • Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit oder Bauchkrämpfe möglich.
  • Kann die Reaktionsfähigkeit beeinträchtigen; nicht Auto fahren oder Maschinen bedienen, wenn man es merkt.

Schwangerschaft und Stillzeit

  • Nicht empfohlen, auch nicht in der Stillzeit (fehlende Daten).

Kinder

  • Nicht unter 12 Jahren (keine ausreichenden Daten).

Erkennen und finden

Botanische Tafel von Valeriana officinalis
Illustration: Franz Eugen Köhler, Köhler's Medizinal-Pflanzen, Public domain, Wikimedia Commons
Blatt
Unpaarig gefiedert, gegenständig.
Blüte
Kleine weisse bis rosa Blüten in schirmartigen Rispen, süsslich duftend.
Wurzel
Kurzer Wurzelstock mit vielen Faserwurzeln, getrocknet intensiv riechend.
Vorkommen
Wild und kultiviert
Standorte
Feuchtwiesen, Ufer, Gräben, feuchte Waldränder
Höhenlage
Tieflagen, Bergstufe, Subalpin
Blüte
Mai–Aug

Quellen