Pflanzen / Apiaceae
Hundspetersilie
Aethusa cynapium
Auch: Gartengleisse, Gleisse
Giftig
Einjähriger Doldenblütler auf Äckern, in Gärten und auf Schuttplätzen. Sieht Petersilie und Giersch ähnlich und wird als Gartenunkraut oft zwischen Gemüse übersehen. Alle Teile gelten als giftig; beim Zerreiben riecht die Pflanze unangenehm.
Entwurf: Dieser Eintrag ist noch nicht gegen die Quellen geprüft.
Verwechslungen
Hundspetersilie oder Giersch?
Lebensgefahr.
| Merkmal | Hundspetersilie | Giersch |
|---|---|---|
| Geruch | beim Zerreiben unangenehm, knoblauchartig | aromatisch nach Möhre und Petersilie |
| Blatt | zwei- bis dreifach gefiedert, dunkelgrün und glänzend, fein zerteilt | doppelt dreizählig, matt, Teilblätter gross und gesägt |
| Stängel | rund, fein gerillt, oft bläulich bereift | dreikantig, gefurcht |
| Hüllchenblätter | drei lange, nach unten hängende Hüllchenblätter unter jedem Döldchen | fehlen |
| Wuchs | einjährig, einzelne Pflanzen, auch auf Äckern und Gemüsebeeten | ausdauernd, Ausläufer, dichte Bestände |
Prüfe jedes Merkmal, nicht nur eines, und sammle jedes Blatt einzeln. Im Zweifel stehen lassen.
Hundspetersilie oder Wilde Möhre?
Lebensgefahr.
| Merkmal | Hundspetersilie | Wilde Möhre |
|---|---|---|
| Geruch | unangenehm, knoblauchartig | beim Zerreiben deutlich nach Möhre |
| Behaarung | kahl, glänzend dunkelgrün, oft bläulich bereift | Stängel und Blätter behaart |
| Dolde | keine Hüllblätter, dafür drei lange, nach unten hängende Hüllchenblätter | lange Hüllblätter unter der Dolde, oft dunkle Mittelblüte |
| Wuchs | einjährig, zierlich, auch auf Äckern und in Gemüsebeeten | zweijährig, kräftig, 30–100 cm |
Prüfe jedes Merkmal, nicht nur eines, und sammle jedes Blatt einzeln. Im Zweifel stehen lassen.
Hundspetersilie oder Wiesenkerbel?
Lebensgefahr.
| Merkmal | Hundspetersilie | Wiesenkerbel |
|---|---|---|
| Geruch | unangenehm, knoblauchartig | schwach kerbelartig bis aromatisch |
| Stängel | kahl, oft bläulich bereift | im unteren Teil behaart, ohne Reif |
| Hüllchenblätter | drei lange, einseitig nach unten hängende Hüllchenblätter | 5–8, ringsum angeordnet, bewimpert, zurückgeschlagen |
| Blatt | dunkelgrün, glänzend und kahl | weich, hellgrün, unterseits behaart |
| Wuchs | 20–120 cm, einjährig, auf Äckern und in Gemüsebeeten | 60–150 cm, mehrjährig, in Wiesen- und Wegrändern |
Prüfe jedes Merkmal, nicht nur eines, und sammle jedes Blatt einzeln. Im Zweifel stehen lassen.
Vergiftung
Vergiftungszeichen
- Etwa eine Stunde nach dem Verzehr Brennen im Mund und Rachen, Speichelfluss, Übelkeit und heftiges Erbrechen
- Bauchschmerzen und Durchfall
- Nach grösseren Mengen schneller Puls, kalter Schweiss, weite Pupillen mit Sehstörungen und Benommenheit; in schweren Fällen Atemlähmung
Kinder
- Alle Pflanzenteile gelten als giftig. Bei Verdacht auf Verzehr sofort den Giftnotruf anrufen.
Bei Verdacht auf Vergiftung sofort den Giftnotruf anrufen:
- Schweiz: Tox Info Suisse, 145
- Österreich: Vergiftungsinformationszentrale, +43 1 406 43 43
- Deutschland: Giftnotruf des Bundeslandes, z. B. Berlin 030 19240, München 089 19240 (alle Giftinformationszentren beim BfR)
- Bei Bewusstlosigkeit, Atemnot oder Krampfanfall: Notruf 112 (in der Schweiz auch 144)
Erkennen und finden

- Stängel
- 20–120 cm hoch, rund, fein gerillt, kahl und hohl, oft bläulich bereift; im unteren Teil meist nicht gefleckt.
- Blatt
- Zwei- bis dreifach gefiedert, dunkelgrün und glänzend, Zipfel schmal und fein. Beim Zerreiben unangenehmer, knoblauchartiger Geruch.
- Blütenstand
- Weisse Doppeldolde. Hüllblätter fehlen, unter jedem Döldchen hängen drei lange, einseitig nach aussen gerichtete Hüllchenblätter.
- Vorkommen
- Wild
- Standorte
- Äcker, Gärten, Gemüsebeete, Schuttplätze, Wegränder
- Höhenlage
- Tieflagen, Bergstufe
- Blüte
- Jun–Okt
- Schutz und Sammeln
- Nicht geschützt.