Wildpflanzen-Lexikon

Im Juli sammeln

Im Juli sind 30 erfasste Wildpflanzen erntereif: 18 davon essbar, 24 mit Heilanwendungen, 1 giftig. Dazu gibt es 7 Verwechslungen mit giftigen Pflanzen, 6 davon mit hoher Gefahr. Bestimme jede Pflanze sicher, bevor du sie sammelst. Die Erntezeiten gelten als Richtwert und hängen von Höhe und Witterung ab.

Essbar im Juli

Heilpflanzen im Juli

Nicht jede Heilpflanze ist essbar. Hier steht, wofür die jetzt erntbaren Teile traditionell oder klinisch angewendet werden. Zubereitung, Dosierung, Gegenanzeigen und Wechselwirkungen stehen auf der Pflanzenseite; lies sie, bevor du etwas anwendest, und sieh den Haftungshinweis.

Verwechslungen im Juli

Diese Pflanzen wachsen zur gleichen Zeit und sehen ähnlich aus. Die gefährlichsten stehen zuerst.

Echter Beinwell oder Roter Fingerhut?

Lebensgefahr: Roter Fingerhut ist sehr giftig.

Echter Beinwell und Roter Fingerhut im Vergleich Echter Beinwell Symphytum officinale 1 2 3 1 Blattoberfläche rau, borstig, kratzig 2 Blattgrund läuft flügelartig am Stängel herab 3 Kleine hängende Glöckchen in Wickeln Roter Fingerhut Digitalis purpurea 1 2 3 1 Blattoberfläche weich, samtig-filzig 2 Rosette, Blattgrund nicht herablaufend 3 Grosse purpurne Fingerhüte an einseitiger Traube, innen gefleckt
MerkmalEchter BeinwellRoter Fingerhut
Blattoberflächerau, borstig, kratzigweich, samtig-filzig
BlattansatzBlattgrund läuft flügelartig am Stängel herabgrundständige Rosette im ersten Jahr, kein herablaufender Blattgrund
Blütekleine hängende Glöckchen in Wickelngrosse purpurne Fingerhüte an einseitiger Traube, innen gefleckt

Prüfe jedes Merkmal, nicht nur eines, und sammle jedes Blatt einzeln. Im Zweifel stehen lassen.

Gemeine Schafgarbe oder Gefleckter Schierling?

Lebensgefahr: Gefleckter Schierling ist sehr giftig.

Gemeine Schafgarbe und Gefleckter Schierling im Vergleich Gemeine Schafgarbe Achillea millefolium 1 2 3 1 Blatt schmal, sehr fein vielfach zerteilt, weich behaart 2 Stängel behaart, nicht hohl, ohne Flecken 3 Schirmrispe aus kleinen Körbchen mit je 4–6 Zungenblüten Geruch: würzig-herb Gefleckter Schierling Conium maculatum 1 2 3 1 Blatt gross, dreieckig, drei- bis vierfach gefiedert, kahl 2 Stängel bis 2 m, kahl, hohl, unten rot bis violett gefleckt 3 Doppeldolde aus vielen fünfzähligen Einzelblüten Geruch: unangenehm, nach Mäuseharn
MerkmalGemeine SchafgarbeGefleckter Schierling
Blattschmal, sehr fein vielfach zerteilt, weich behaartgross, dreieckig, drei- bis vierfach gefiedert, kahl
Stängelbehaart, nicht hohl, ohne Fleckenbis 2 m, kahl, hohl, unten rot bis violett gefleckt
BlütenstandSchirmrispe aus kleinen Körbchen mit je 4–6 ZungenblütenDoppeldolde aus vielen fünfzähligen Einzelblüten
Geruchwürzig-herbunangenehm, nach Mäuseharn

Prüfe jedes Merkmal, nicht nur eines, und sammle jedes Blatt einzeln. Im Zweifel stehen lassen.

Kleinblütige Königskerze oder Roter Fingerhut?

Lebensgefahr: Roter Fingerhut ist sehr giftig.

Kleinblütige Königskerze und Roter Fingerhut im Vergleich Kleinblütige Königskerze Verbascum thapsus obenunten 1 2 3 4 1 Beidseitig dicht weissgrau-wollig filzig 2 Adern unter dem dichten Filz kaum zu sehen 3 Blattgrund am Stängel (2. Jahr) läuft flügelartig herab 4 Blüte gelb, flach ausgebreitet, in dichter Kerze (Juni–September) Roter Fingerhut Digitalis purpurea obenunten 1 2 3 4 1 Oberseite grün und nur kurz behaart, Unterseite graufilzig 2 Deutliches, vertieftes Adernetz 3 Blattgrund am Stängel (2. Jahr) nicht herablaufend 4 Blüte purpurne Röhren an einseitiger Traube, innen gefleckt (Juni–August)
MerkmalKleinblütige KönigskerzeRoter Fingerhut
Behaarungbeidseitig dicht weissgrau-wollig filzigOberseite grün und nur kurz behaart, Unterseite graufilzig
Blattadernunter dem dichten Filz kaum zu sehendeutliches, vertieftes Adernetz
Blattgrund am Stängel (2. Jahr)läuft flügelartig am Stängel herabnicht herablaufend
Blütegelb, flach ausgebreitet, in dichter Kerze (Juni–September)purpurne Röhrenblüten an einseitiger Traube, innen gefleckt (Juni–August)

Prüfe jedes Merkmal, nicht nur eines, und sammle jedes Blatt einzeln. Im Zweifel stehen lassen.

Weitere Verwechslungen

Giftig, nicht zum Essen